Mithilfe spezieller Medikamente können entzündlich rheumatische Erkrankungen langfristig zum Stillstand gebracht werden, auch wenn sie prinzipiell nicht heilbar sind. Diese Medikamente werden als „Basistherapie“ bezeichnet.

  • Vor Beginn jeder Basistherapie sind Untersuchungen wie Blutabnahme, Harnanalyse und Lungenröntgen erforderlich. Die nötigen Verlaufskontrollen sowie Kontrollen spezieller Blutwerte sind in bestimmten Abständen durchzuführen und richten sich nach Art der Basistherapie, sowie eventuellen Begleiterkrankungen.
  • Basistherapeutika werden in zwei große Gruppen eingeteilt. Jene, die als sogenannte „DMARDS“ (disease-modifying anti-rheumatic drugs, übersetzt: „krankheitsverändernde antirheumatische Medikamente) bezeichnet und in Tablettenform eingenommen werden. Und solche, die man „Biologika“ nennt. Biologika werden in bestimmten Abständen als Spritze oder Infusion verabreicht und sind sogenannte „Antikörper“. Es handelt sich dabei um Eiweiße, die auf spezielle Weise unterschiedliche „Signalstoffe“ blockieren, welche wesentlich zur Krankheitsaktivität und damit unter anderem zur Entstehung der Gelenkentzündung beitragen.
  • Das oberste Ziel jeder Basistherapie ist die sogenannte „Remission“, das heißt keine Krankheitsaktivität, und damit das Verhindern von Gelenkschäden oder deren Fortschreiten zu stoppen, wenn diese schon vorhanden sind.